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Was Sie auf einer Bosporus-Fahrt sehen, vom Anfang bis zum Ende

Ein Gang an der Reling entlang, Ufer für Ufer: die Altstadt, die Paläste von Beşiktaş, die Engstelle bei den Festungen und der Rückweg am Mädchenturm vorbei.

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Eine Bosporus-Fahrt ab der Altstadt ist eine gemächliche Schleife: an einem Kontinent entlang hinauf und am anderen wieder hinunter. Wer weiß, was als Nächstes kommt, steht leichter im richtigen Moment auf der richtigen Seite des Schiffes.

Abschied von der Altstadt

Schiffe, die unterhalb von Sultanahmet ablegen, zeigen Ihnen zuerst die Altstadt vom Meer aus: die Mauern und Terrassen des Topkapı-Palastes auf der Landspitze, dahinter die Kuppeln und Minarette der Hagia Sophia und der Blauen Moschee. Jenseits der Mündung des Goldenen Horns erhebt sich der runde Galataturm, 1348 von den Genuesen erbaut.

Die Paläste des europäischen Ufers

Richtung Norden wird das europäische Ufer kaiserlich. Der 1856 fertiggestellte Dolmabahçe-Palast zeigt dem Wasser seine lange weiße Fassade; ein Stück weiter liegt Çırağan, in den 1860er-Jahren für Sultan Abdülaziz neu erbaut und heute ein Hotel.

Dann kommt der Blick, auf den alle warten: die Ortaköy-Moschee direkt am Wasser, dahinter die erste Bosporus-Brücke — heute die Brücke der Märtyrer des 15. Juli —, die sich über den Himmel spannt.

Die Engstelle und die Festungen

Hinter den Dörfern Arnavutköy und Bebek wird die Meerenge schmaler. Hier stehen sich die beiden Festungen gegenüber: Rumeli Hisarı, 1452 von Mehmed II. erbaut, am europäischen Hang, und die ältere Anadolu Hisarı am asiatischen Ufer. Gleich dahinter überspannt die Fatih-Sultan-Mehmet-Brücke das Wasser.

Am asiatischen Ufer zurück

Der Rückweg führt an der grüneren asiatischen Seite entlang: der kleine Küçüksu-Pavillon, hölzerne Yalıs, der Sommerpalast Beylerbeyi unterhalb der ersten Brücke. Die letzte Sehenswürdigkeit vor dem Anleger ist der Mädchenturm auf seiner Insel vor Üsküdar, oft vom Licht der tief stehenden Sonne golden gefärbt.

Wetter, Strömung und Schiffsverkehr können die Route am jeweiligen Tag verändern; die Entscheidung trifft der Kapitän.